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Pokalsensation bleibt aus – SVS unterliegt deutlich in Halle

Mit einer dünn besetzten Mannschaft (lediglich 8 Spieler) reisten die Wasserballer des SV Sömmerda am vergangenen Samstagabend nach Halle, um das Halbfinale um den Thüringenpokal zu bestreiten. Trotz der Knappheit an Auswechselspielern stieg man motiviert ins Wettkampfbecken – konnte man doch in der Vergangenheit bereits öfters die Gastgeber mit einer kämpferischen Leistung überraschen und den Sieg entlocken.


Hinein ins erste Viertel: Sömmerda verliert das Anschwimmen und direkt im ersten Angriff entschieden die Schiedsrichter im Centerzweikampf auf Strafwurf für die Hausherren – 0:1! In den anschließenden Minuten nutzen die Saalestädter die zögerlichen Gästeangriffe effektiv aus – eroberten den Ball teilweise bereits an der Mittellinie und ließen der Abwehr keine Atempause. Nach nur 3 Minuten stand es bereits 0:4! Ohne zwingende Idee im Angriff und enorm cleverer Verteidigung der Gastgeber, fiel dem SVS keine Lösung in der Offensive ein. In der Umkehr schlugen die Hallenser dann blitzschnell zu: 1:7 zur Viertelpause.
In den zweiten Abschnitt fanden die Herren von der Unstrut dann besser hinein – mit einer strengen Taktik, den Centerspieler in Szene zu setzen, konnten 4 Ausschlüsse provoziert werden- Leider fehlte noch die Kaltschnäuzigkeit, diese in Zählbares umzuwandeln. Auch in der Defensive stellte man sich besser auf den SV Halle ein und überstand häufig die 30-Skeunden Angriffszeit ohne Torwurf. „Nur“ 4 Gegentore brachten einen Haltzeitstand von 3:11.
Auch wenn die Anzeigetafel es nicht wiederspiegelte, so fand Sömmerda immer besser ins Spiel – leider zu spät, aber man wollte sich nicht kampflos aufgeben. Trotz der nächsten 5 Gegentore und nur 2 auf eigener Seite – positiv zu erwähnen ist, dass der SVS im Zusammenspiel klare Torchancen erarbeitete – leidglich das Glück im Abschluss fehlte. Zudem gelang es, durch viel Schwimmbereitschaft den Gegner zu 5 Herausstellungen zu zwingen. Allein die Überzahl wurde kläglich verwertet.
Beim Spielstand von 5:16 startete das letzte Anschwimmen. Sömmerda war nun körperlich als auch spielerisch gleich auf, auch wenn Halle einen Gang zurückschaltete, aber mit 6 gegen 1 Auswechselspieler musste man den Hut vor dem SVS ziehen – bis zur letzten Minute war man auf Ergebniskorrektor aus. Trotz sinkender Kondition versuchte man, die Angriffe sauber auszuspielen und konnte mit 3 Treffern zumindest ein wenig für Seelenfrieden sorgen. Letztlich stand ein 8:20 im Protokoll – abgesehen vom Auftaktviertel konnten die Gäste also gut mithalten.
Fazit der Partie: mit 13 erkämpften Überzahlsituationen und nur 4 direkten Toren ist die Ausbeute viel zu gering. Die SVS-Übungsleiter haben sich jede Menge Aufgaben für die kommenden Trainingseinheiten notieren können.
Dann gilt es im Spiel um Platz 3 den Rivalen aus Erfurt auf Platz 4 zu verbannen. Die Favoriten des ESSC verloren überraschend gegen den VFL Gera, der mit viel Leidenschaft einen knappen 9:8 Sieg verbuchen konnte. Am 11. Dezember steigt die Finalrunde in Erfurt – dann haben Sömmerda und Gera die Chance, für große Überraschungen zu sorgen.

Für den SVS spielten: Christian Schenk (TW), Robin Schade (1), Tobias Heinig, Kai Ehrenberger, Danilo Bernhardt (2), Thomas Maak (K), Sascha Weichsel (3), Matthias Sack (2)

Persönliche Fehler: SVS 6
   SVH 13

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