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Wasserball: Saisonabschluß mit Sieg über den österreichischen Meister

Sömmerda / Bregenz

 

 

Die vergangene Landesliga Saison der SVS Wasserballer war gespickt mit einigen Höhen und Tiefen. Zu Beginn der Saison war man aufgrund starker Leistungen hoffnungsvoll in die Liga gestartet und fand sich nach Siegen über Gera und Eisenach auf dem ersten Tabellenplatz wieder.

Doch schon mit dem ersten Spiel gegen den späteren Landesmeister aus Erfurt zeigten sich die bekannten Schwächen der Männer in den roten Badehosen und man musste den Platz an der Sonne an die Erfurter abtreten. Von diesem Spiel an galt das Ziel, den Vizemeistertitel, nach Sömmerda zu holen. Bis in die Endphase der Saison sah es auch recht gut für den SVS aus. Mit weiteren Siegen über Eisenach und einer Punkteteilung mit Gera konnte man bis zwei Spieltage vor Schluss den zweiten Rang behaupten.

Jedoch konnte man in den letzten Spielen keine Konstanz mehr im  Spiel des SVS feststellen und somit wurde die Ligasaison mit Niederlagen und dem Abrutschen auf den dritten Tabellenplatz beendet. Ungeachtet des teilweise nicht überzeugenden Spiels hatten die Wasserballer auch immer wieder mit recht strittigen Schiedsrichterleistungen und überzogenen Strafen gegen das eigene Personal zu kämpfen. Für die kommende Pokalrunde und die nächste Landesligasaison sind eine Wiedergutmachung und eine bessere Platzierung aber fest eingeplant.

 

Ein besonderer Höhepunkt in diesem Wasserballjahr sollte das alljährliche, internationale Bodenseeturnier vom 17.-18. Juli in Bregenz sein. Zum ersten Mal in der Geschichte des Bodenseecups trat auch eine Mannschaft aus Sömmerda an und konnte zeigen, dass in Thüringen auch guter Wasserball gespielt wird. Unter einem Starterfeld von 16 Mannschaften aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz fanden sich auch einige Bundesligisten, Nationalspieler, der österreichische Meister und Champions League Teilnehmer aus Tirol und ehemalige deutsche Meister aus Cannstatt und Berlin. Auf den ersten Blick betrachtet wirkte der SVS wohl eher wir ein kleines Licht welches nicht viel zu melden hat. In einer Gruppe mit dem dreimaligen Gewinner des Turniers, dem WBC Tirol und dem späteren Finallisten und Gewinner von 2007 fand man sich zusammen mit der österreichischen Mannschaft aus Klosterneuburg in der vermeintlichen „Todesgruppe“.

 


 

Unbeachtet dessen und aufgrund einer starken Leistung im ersten Gruppenspiel konnte man überraschend ein Ausrufungszeichen setzen indem man den aktuellen Meister aus Österreich mit 6:5 schlug. Im nächsten Spiel sollte man auf den Bundesligisten aus Würzburg treffen dem man bis zum Halbzeitpfiff mit 2:3 Paroli bieten konnte. Am Ende verlor man das Spiel aber mit 3:9. Im letzten Spiel der Gruppenphase ging es im Spiel gegen Klosterneuburg, dem vierten in Österreich, noch einmal um alles und vor allem den zweiten Tabellenrang in der Gruppe C. In einem schnellen Spiel konnten sich die Männer bei starken Wellengang im Bodensee nicht erfolgreich vom Gegner absetzten und Klosterneuburg kam durch ein 6:8 zu deren ersten Turniersieg. Beim anschließenden Blick auf die Tabelle musste man feststellen, dass zwischen Platz zwei und vier gerade einmal zwei Tore Differenz lagen. Würzburg wurde mit 6 Punkten Erster und Sömmerda durch das schlechtere Torverhältnis nur Vierter.

 


 

Demnach hieß es nun in die Platzierungsspiele um die Plätze 13 bis 16 zu gehen.

Im ersten Spiel traf man auf die Mannschaft aus Ingolstadt und konnte dieses überzeugend mit 7:5 gewinnen.

Im letzten Spiel des Bodenseecups wollte sich der SVS natürlich mit einem Sieg verabschieden und zeigen, dass im nächsten Jahr eine deutlich bessere Platzierung drin ist.

Gespielt wurde gegen den SSV Weingarten. Nach einem verschlafenen Start drehten sie Sömmerdaer einen 0:2 Rückstand in eine 3:2 Führung und gaben diese nach einem starken Auftritt mit einigen schönen Spielszenen auch bis zum ende nicht mehr ab. Nach dem Abpfiff stand es 13:8 für Sömmerda und das Turnier wurde auf dem 13. Rang beendet. Es bleibt zu vermerken, dass diese Platzierung jedoch nicht über die Leistung des gesamten Turniers Auskunft gibt denn so landeten Mannschaften, welche der SVS schlug und weniger Siege zu verbuchen hatten weiter vorn, da sie durch eine leichtere Gruppe profitieren konnten.

Am ende sind aber alle Spieler über drei Siege aus fünf Spielen gegen internationale Teilnehmer sehr zufrieden und haben eine Teilnahmen für 2011 schon vorgemerkt.

Besonderer Dank gilt 4 Spielern aus Baden-Württemberg welche den SVS  unterstützten.

 

Für das Wasserballjahr 2010/2011 hat sich der SVS einiges vorgenommen. Beim 36. Flutlichtturnier im August in Greußen soll endlich wieder der Pokal gewonnen werden und die Männer wollen in Liga und Pokal auch mit einer guten Platzierung abschneiden.

Im Jugendbereich wird es in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2007 wieder eine Mannschaft geben. Aufgrund der steigenden Zahl an Jugendspielern kann mit einer C-Jugend im Pokal angegriffen werden. Für die Jugend gilt es nach wie vor mehr Spieler zu bekommen, um langfristig den Wasserballsport in Sömmerda am Leben zu erhalten und wieder erfolgreich am Spielgeschehen teilnehmen zu können.

 

 

Steffen Markscheffel 19.07.10

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