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Die Herrenmannschaft der Sömmerdarer

 

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Trainingszeiten für Interessierte sind Donnerstags von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr.

 

Wasserballer setzen Ausrufezeichen – leider ohne zählbares Ergebnis

Halle.

Am vergangenen Samstag stand das zweite Punktspiel  in der Thüringer Landesliga für die Sömmerdaer Wasserballer auf dem Plan. Zu Gast beim amtierenden Landesmeister und Pokalsieger SV Halle stand man sich einem starken Gegner gegenüber: die letzten Spiele hatten der SVS immer deutlich das Nachsehen, zuletzt im Pokalhalbfinale beim 7:17. Trainer Steffen Markscheffel musste zudem als Torwart auflaufen, da neben drei Akteuren auch Stammtorwart Phillip Schmidt krankheitsbedingt absagen musste. Letztlich reiste Sömmerda mit nur 8 Spielern an die Saale und sah einer voll besetzten Hallenser Mannschaft ins Auge.

Schlüsselspieler in den Reihen der Hausherren ist Centerspieler Christian Beck – um sein Spiel so gut wie möglich zu unterbinden, hat sich der SVS mit einer Raumdeckung in der Defensive eingestellt – ein Abwehrbollwerk, bei dem die 6 Feldspieler ganz eng um den Torwart positioniert sind und so das Anspiel auf den Center erschweren. Von der ersten Minute an setzte das Team um Kapitän Thomas Maar diese Taktik auch konsequent um: Halle musste weite Pässe um die Abwehr herum spielen und schwierige Distanzwürfe versuchen. Aber hier konnte Interimstorwart Markscheffel den Großteil sicher parieren. Wie auch schon gegen SSC Erfurt II hatte Danilo Bernhardt seinen Wurfarm auf Scharfschütze gestellt: mit zwei gezielten Würfen von der halbrechten Seite versenkte er den Ball im linken Winkel, unhaltbar für den Neustädter Schlussmann. Unfassbar, aber Sömmerda gewann den ersten Abschnitt 2:0!

In der Viertelpause dann begannen die negativen Ereignisse um das Kampfgericht, die dann in der Halbzeitpause gipfeln sollten. Zunächst viel die Spielanzeige aus und die Spieluhr sowie die Angriffszeit mussten per Hand gestoppt werden. Dadurch ließ sich aber Sömmerda nicht beirren und spielten weiter ihren Abwehrstiefel herunter. Halle stellte sich zwar besser auf die schwer bespielbare Taktik ein,  hatten aber weiterhin erhebliche Probleme, den Ball zwingen aufs Tor zu bringen. Die Gäste von der Unstrut agierten da kaltschnäuziger – fast jeder ihrer wenigen Angriffe konnten in Zählbares verwandelt werden. Beim Halbzeitergebnis von 5:5 hielt Sömmerda die Partie so offen wie schon lange nicht mehr.

Doch dann die Meldung aus dem Kampfgericht: neben der Uhr ist nun auch der Rechner abgestürzt und das gesamte Protokoll ist verloren. Die Schiedsrichter stellten zur Wahl, das Spiel komplett neu zu starten oder zu verlegen. Sömmerda sah nach der kräftezehrenden ersten Halbzeit keine Chance, nochmal von vorn zu beginnen – so einigten sich beide Mannschaften darauf, einen neuen Termin zu finden und das begonnene Spiel als Trainingseinheit zu beenden.

Natürlich stecken die Kontrahenten nicht zurück und wollten trotzdem als Sieger aus dem Becken steigen. So wurde weiterhin konzentriert verteidigt und im Angriff zumeist über den Centerspieler den Abschluss gesucht. Nachdem die Hausherren im dritten Viertel ihre Chancen besser nutzen und mit 8:6 in Führung gingen, konnte Sömmerda im Abschlussviertel noch einmal aufschließen und sogar zum 8:8 ausgleichen. Bis zur letzten Sekunde kämpfte man verbissen und wurde sogar noch mit dem Siegtreffen belohnt. Der SVS konnte das Unmöglich tatsächlich schaffen – der SV Halle war besiegt, auch wenn es letztlich nur ein Trainingsspiel ohne Punktevergabe war. Nichtsdestotrotz können die Sömmerdaer auf diese Leistung aufbauen und beim Nachholtermin mit voller Mannschaft erneut die Saalestädter herausfordern. Vor der hervorragenden Mannschaftsleistung konnte auch der SV Halle nur den Hut ziehen und beglückwünschte die Gäste in der anschließende Gesprächsrunde mit Bierchen.

Aufstellung SVS:

Steffen Markscheffel (TW), Robin Schade (1 Tor), Steve Bauersfeld, Danilo Bernhardt (4), Thomas Maak, Sascha Weichsel (4), Alexander Ludwig, Matthias Sack  

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